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Begriff Definition
B-Schein

Diese Lizenz berechtigt zu eigenverantwortlich durchgeführten Überlandflügen (auch Streckenflüge genannt)

Bart

Fliegersprache: thermischer Aufwind, in dem meist kreisend Höhe gewonnen werden kann.

Delta

Wegen Ihrer dreieckigen Form werden Drachen manchmal "Deltaflügel" oder kurz "Delta" genannt. Im Funkalphabet steht Delta für den Buchstaben D.

Endanflugrechner

Der Endanflugrechner gibt dem Piloten eine Information darüber ob die derzeitige Flüghöhe in Kombination mit äußeren Einflüssen wie Thermik und Wind und den Eigenschaften des Fluggerätes (z.Bsp. Gleitwinkel) genügt, um einen vorgegebenen Zielpunkt mit einer positiven Überhöhung zu erreichen.

Geschwindigkeit

Der Pilot ist deutlich schwerer als der Flügel. Seine Position bestimmt daher den Schwerpunkt. Durch die bewegliche Aufhängung kann er die Trimmung des Fluggeräts und damit die Geschwindigkeit beeinflussen. Die Geschwindigkeit des Drachens wird erhöht, wenn man sich an der Trapezstange nach vorne zieht. Dadurch kommt der Drachen nicht nur schneller voran, sondern er sinkt auch schneller. Bei höheren Geschwindigkeiten sinkt er sogar überproportional schneller und der Gleitwinkel wird schlechter. Umgekehrt vermindert sich die Geschwindigkeit, wenn man sich an der Trapezstange nach hinten drückt. Unterhalb einer für das jeweilige Gerät typischen Minimal-Geschwindigkeit (vmin) kommt es zum Strömungsabriss und der Flügel erzeugt nur noch sehr wenig Auftrieb. Er beginnt zu fallen, kippt mit der Nase nach unten und nimmt wieder Geschwindigkeit auf. Anschließend befindet sich das Gerät wieder im regulären Flugzustand

Gleitzahl

Die Gleitzahl von Hängegleitern liegt zwischen etwa 10 und 15 für die flexible Version bzw. bei 16-19 für die Starrflügler. Das heißt, dass ein Hängegleiter in stiller Luft für jeweils 100 m Höhe etwa 1-2 km weit gleiten kann. Damit hat ein solches Sportgerät im Vergleich zu Gleitschirmen in ähnlichen Piloten-Anforderungsklassen eine etwa doppelt so hohe Gleitleistung, die aber deutlich unter der von Segelflugzeugen liegt.

Hängegleiter

Ein Hängegleiter (auch Drachen oder Deltasegler genannt) ist ein motorloses und durch Gewichtsverlagerung gesteuertes Luftfahrzeug, das leicht genug ist, um von seinem Piloten bei Start und Landung getragen zu werden. Seit Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden auch mehr und mehr Hängegleiter mit starrer Flügelfläche gebaut und verkauft. Diese sogenannten Starrflügler können nur noch um die Nickachse per Gewichtsverlagerung gesteuert werden. Um die Rollachse lassen sich die Starrflügler nur mittels aerodynamischer Systeme steuern (Bremsklappen oder Querruder). Technisch gehören Hängegleiter zu den Flugzeugen der Kategorie Nurflügler. In Deutschland stellen Hängegleiter luftrechtlich eine eigene Ordnung (Drachen) innerhalb der Luftfahrzeuge dar. Die noch leichteren Gleitschirme bilden wegen ihrer deutlich unterschiedlichen Konstruktion und Steuerung eine getrennte Kategorie - Luftsportgeräte. Hängegleiter mit Motor sind ebenfalls Luftfahrzeuge, fallen aber in die Ordnung der Ultraleichtflugzeuge.

Ein typischer Hängegleiter besteht aus einem mit Stoff bespannten Flügel mit etwa 11 m Spannweite und einer Fläche zwischen 11 und 18 Quadratmetern (je nach Pilotengewicht), der durch ein stabiles Hauptgestell aus Aluminiumrohren oder kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, sowie etlichen flexiblen und in das Segel eingeschobenen Segellatten (bestehend aus einem profilgebenden Vorderteil aus dünnem Aluminiumrohr und einem Endstück aus flexiblem Glasfaser) in Form gehalten wird. Der Pilot hängt in einem speziellen Gurtzeug bäuchlings unter der Tragfläche. Da diese Konstruktion auf viele der bei Flugzeugen üblichen Komponenten wie Rumpf, Fahrwerk und Leitwerk verzichtet (Nurflügler), wird ein geringes Gewicht von 25-40 kg erreicht. Zum Transport am Boden lässt sich der Flügel zusammen klappen und in einer langen Tasche verpacken.

Für Flüge, die über ein reines Abgleiten vom Start- zum Landeplatz hinausgehen, nutzen Hängegleiter, genau wie Gleitschirme und Segelflugzeuge, dynamische Hangaufwinde und Thermik. Auf diese Weise wurden Flughöhen von über 5000 m und Distanzen von mehr als 700 km erreicht. Streckenflüge von guten Piloten bewegen sich je nach den äußeren Bedingungen typischerweise im Bereich von 25-300 km. Durchschnittliche Flüge von Hobbypiloten erstrecken sich je nach Fluggelände und Wetterlage über Zeiträume von 1 bis 4 Stunden (natürlich sind auch 10-Minuten-Flüge oder 8-Stunden-Flüge möglich).

Hangstart

Beim Hangstart läuft der Pilot mit dem Gerät einen Hang hinab und beschleunigt, bis ihn der Flügel trägt und vom Boden hebt. Anschließend begibt er sich in die für Hängegleiter charakteristische, liegende Position. Für einen erfolgreichen Start muss der Pilot gegenüber der Luft die Stallgeschwindigkeit von etwa 30 km/h überschreiten. Dabei hilft die Hangneigung, so dass die nötige Startgeschwindigkeit problemlos erreicht werden kann. Ein mäßiger Gegenwind ist dementsprechend hilfreich, während Rückenwind den Start unmöglich macht. Um den Startlauf auf unebenem Gelände zu erleichtern, sind in vielen Fluggeländen Startrampen angelegt.

Landung

Ähnlich wie beim Start wird auch die Landung gegen den Wind ausgeführt, um die Geschwindigkeit gegenüber dem Boden möglichst gering zu halten. Damit der Hängegleiter weder über die Landewiese hinausschießt noch zu früh den Boden erreicht, ist es erforderlich, dass die Höhe entsprechend abgebaut und eingeteilt werden muss. Hierfür ist folgende Vorgehensweise standardisiert: Der landewillige Pilot nähert sich in beliebiger Höhe dem Landeplatz und begibt sich in eine Position, die seitlich des gewählten Landepunktes liegt. Bezeichnenderweise wird diese einleitende Phase "Position" genannt. Hier werden nur noch Kreise geflogen (nicht in Aufwinden!), um die Höhe soweit abzubauen, dass sie gerade noch für die sogenannte Landevolte reicht. Diese besteht aus drei rechteckig angeordneten kurzen Geradeausflügen (Gegenanflug, Queranflug, Endanflug jeweils durch 90° Kurven verbunden). Dieses Verfahren erlaubt dem Piloten die bestmögliche Annäherung an den anvisierten Landepunkt und ist für geordnete Landung Vorschrift.

Strömungsabriss kurz vor dem Aufsetzen Eine ideale Landung mit einem Hängegleiter erfolgt stehend, ähnlich einem Vogel. Dazu wird kurz vor Erreichen des Bodens bei gerade niedrigstmöglicher Geschwindigkeit gezielt ein Strömungsabriss (Stall) herbeigeführt, indem man das Trapez maximal nach vorne drückt. Gelingt dieses Herausdrücken zum richtigen Zeitpunkt nicht optimal, muss mehr oder weniger mitgelaufen werden. Bei schlechten Landungen (Crash) sind Beschädigungen des Drachens und Verletzungen des Piloten möglich. Eine eher verpönte, bzw. nur bei Tandem zur Anwendung kommende Alternative ist die mit Flugzeuglandungen vergleichbare liegende Landung. Dabei rollt der Drachen auf zwei an der Trapezstange angebrachten Rädern aus.

Eine eindrucksvolle Variante der Landung besteht in der Hanglandung, bei der die Hangneigung für die Verringerung der Geschwindigkeit ausgenutzt wird. Dazu fliegt der Pilot mit hoher Geschwindigkeit und eventuell sogar mit dem Wind auf eine steile Wiese zu. Erst kurz vor dem Hang drückt er den Steuerbügel nach vorn. Als Reaktion steigt er parallel zum Hang nach oben und wird dabei langsamer. Wenn der Drache seine Minimal-Geschwindigkeit unterschreitet, würde der Flügel in freier Luft nach vorne kippen und nach unten beschleunigen. Stattdessen setzt der Pilot stehend auf der Wiese auf. Wegen des abrupten Halts auf einem steilen Wiesenstück wird diese Technik auch Fly on the Wall genannt.

Starre Hängegleiter verfügen meist über Landeklappen, die die Minimal-Geschwindigkeit, bei der das Gerät fliegen kann, herabsetzen und so die Landung vereinfachen. Eine weitere Hilfe, die von einigen Piloten genutzt wird, ist ein wenige Quadratmeter großer Bremsschirm, der den Anflugwinkel steiler macht.

Die Landung gilt allgemein als der deutlich anspruchsvollste Teil des Drachenfliegens, der auch von lizenzierten Fliegern oft nicht hundertprozentig beherrscht wird

Rettungsschirm

Im Gegensatz zu Rettungsschirmen bei größeren Flugzeugen hängt bei diesen Luftsportgeräten der Pilot zusammen mit seinem Gerät am Rettungsschirm. Das hat den Vorteil, dass es keine Phase gibt, in der der Pilot frei fällt und Geschwindigkeit aufnimmt. Ein entsprechender Höhenverlust wird vermieden. Außerdem bleibt bei Gleitschirmen und Hängegleitern häufig nur wenige hundert Meter Abstand bis zum Boden. Eine der wichtigsten Aufgaben des Rettungsschirms ist es daher, sehr schnell und zuverlässig zu öffnen.

In Deutschland und Österreich ist für Gleitschirmflieger und Hängegleiterpiloten das Mitführen eines Rettungsfallschirmes bei Flügen oberhalb von 50m über Grund Pflicht, in der Schweiz nur für Prüfungsflüge. (In Deutschland besteht die Pflicht zur Mitführung eines Schirmes seit 1976.)

Beim Gleitschirm wird der Rettungsfallschirm vor dem Piloten oder seitlich des Piloten in einem speziellen Behälter am Gurtzeug angebracht. Alternativ erfolgt die Unterbringung unter der Sitzfläche oder im Rückenteil des Gurtzeugs.

Beim Hängegleiter wird der Schirm in die Liegeschürze des Piloten im Bereich Brust/Bauch-Raum integriert. Das Paket wird mit Klett-Verschlüssen gesichert. Die Rettungsleine oder Verbindungsleine des Rettungsfallschirm wird zum Karabinerhaken geführt, der den Piloten samt Gurtzeug mit dem Fluggerät verbindet.

Die Auslösung des Rettungsfallschirms erfolgt von Hand, durch ziehen am Auslösegriff. In der am weitest verbreiteten Technik wird das am Auslösegriff hängende Paket möglichst weit weggeworfen. Durch den Fahrtwind öffnet sich das Paket und die einströmende Luft entfaltet den Rettungsschirm.

Andere Systeme, die hauptsächlich an motorisierten Hängegleitern eingesetzt werden, katapultieren das Schirmpaket mit Federn, Druckluft oder pyrotechnischen Mitteln aus seinem Behälter. Diese aufwendigere Technik hat den Vorteil, dass der Rettungsschirm verlässlich in eine Richtung geworfen wird, die den Propeller vermeidet. Außerdem verlangt sie vom Piloten keinen koordinierten Wurf, sondern wird durch Knopfdruck ausgelöst. Dadurch verkürzt sich die Zeit bis zur Öffnung des Schirms.

Starrflügel

Bei Starrflüglern wird die Tragfläche nicht durch die Tuchspannung zwischen den Flügelrohren in Form gehalten, sondern ist von sich aus stabil. Der dafür notwendige steife Holm besteht oft aus Faserverbundwerkstoffen. Dieses Konstruktionsprinzip erlaubt eine höhere Streckung des Flügels. Die Steuerung dieser Fluggeräte erfolgt durch Störklappen auf der Flügeloberseite, die bei Bedarf einseitig bremsen. Manche Starrflügler verfügen auch über Querruder, die ähnlich wie bei Segelflugzeugen den Auftrieb der jeweiligen Flügelseite beeinflussen. Anders als bei Segelflugzeugen werden Störklappen und Querruder nicht mit einem Steuerknüppel bewegt, sondern über Seilzüge vom Steuerbügel zum Flügel, die gespannt werden, wenn sich der Pilot zur Seite schiebt. Auf diese Weise sind die zur Einleitung einer Kurve nötigen Bewegungen sehr ähnlich zu der Gewichtssteuerung von flexiblen Hängegleitern. Starrflügler sind zudem mit Wölbklappen (Flaps) ausgerüstet, welche beim Start, im Thermikkreisen und bei der Landung eingesetzt werden.

In der Gleitleistung und der Handhabung am Boden sind Starrflügler zwischen klassischen Drachen und Segelflugzeugen angesiedelt. Sie haben gegenüber flexiblen Hängegleitern den Vorteil einer wesentlich besseren Gleitleistung, sind aber beim Transport zur Startstelle umständlicher zu handhaben.

Startwagen

fahrbarer Untersatz, auf dem der Drachen beim Start rollen kann. Der Drachen hebt vom Startwagen ab, sobald er am Seil hinter dem Schlepptrike eine ausreichende Fluggeschwindigkeit erreicht hat.

Tandem

Ein Hängegleiter kann je nach Auslegung einen zusätzlichen Passagier tragen. Ein Flug mit Passagier wird Tandemflug genannt. Der Passagier hängt neben oder über dem Piloten unter der Tragfläche. Er macht damit automatisch die gleichen Steuerbewegungen wie der Pilot. Wegen der zusätzlichen Verantwortung für den Passagier ist für den Piloten ein spezieller Tandemflugschein erforderlich. Der Hängegleiter muss für das höhere Abfluggewicht zugelassen sein. Viele Flugschulen und manche Amateurpiloten bieten Tandemflüge gegen Bezahlung an.

Seit 2003 sind in Deutschland Tandemflüge zur Schulung zugelassen. Der Schüler wird dazu in die untere Position eingehängt, der Lehrer darüber. Auf diese Weise ist für den Schüler die Situation bis auf das höhere zu bewegende Gewicht ähnlich wie beim Alleinflug. Der Lehrer kann aus seiner erhöhten Lage jederzeit eingreifen und die Kontrolle über den Drachen übernehmen. Beispielsweise steuert er bei den ersten Flügen den Drachen während Start und Landung. Außerdem kann er wie in der Ausbildung zum Motor- oder Segelflug direkt mit dem Schüler kommunizieren. Diese Variante der Schulung ist recht aufwändig, führt aber zu schnellen Fortschritten der Schüler, die bereits von Beginn an alle relevanten Phasen eines Fluges erleben und erfliegen können.

Tandemdrachen

Drachen für 2 Personen

Thermik

Aufwinde, die durch unterschiedliche Erwärmung der Luft (durch den Boden) entstehen und stundenlange Flüge ohne Motor ermöglichen.

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